Histamin der oft unbeachtete Gegenspieler bei Allergien

von Sonja Stammer

Histamin – der oft unbeachtete Gegenspieler bei Allergien
Histamin spielt eine zentrale Rolle bei allergischen und entzündlichen Reaktionen

 

Hast du einen Hund mit einer Allergie? Du tust alles, um ihm das Leben zu erleichtern, den Juckreiz zu lindern und die Ohrenentzündung in den Griff zu bekommen? Trotzdem flammen die Allergiesymptome immer wieder auf und du hast das Gefühl gegen Windmühlen zu kämpfen?

 

 

Hierfür kann Histamin verantwortlich sein. Der Organismus eines Allergikers ist quasi angefüllt mit Histamin und je mehr Histamin vorhanden ist umso schlimmer sind die Symptome.

Was ist Histamin?

Histamin ist ein Gewebshormon und Neurotransmitter. Neurotransmitter sind Botenstoffe, die für die Erregungsübertragung von einer Nervenzelle zur nächsten dienen. Als Botenstoff ist Histamin für Allergiesymptome, wie Juckreiz und Ohrenentzündungen verantwortlich. Doch auch Verdauungsprobleme und Durchfälle können Histamin induziert sein. Daher solltest du bei einem Hund mit Allergien oder Darmerkrankungen darauf achten, dass er nicht noch mehr Histamin zu sich nimmt. Wusstest du, dass es Lebensmittel gibt, die Histamin enthalten oder die Ausschüttung von Histamin begünstigen?

Einige Nahrungsmittel enthalten viel Histamin, diese solltest du bei der Fütterung meiden, da sie die Allergiesymptome verstärken würden. Es liegt dann keine direkte Allergie gegen dieses Nahrungsmittel vor, sondern die Allergiesymptome werden durch dieses Nahrungsmittel nur angeheizt. Außerdem gibt es noch Nahrungsmittel, welche Stoffe enthalten, die das natürliche Histamin aus den körpereigenen Zellen freisetzen. Auch diese Nahrungsmittel, solltest du bei einem Allergiker oder einem Hund mit Darmerkrankungen meiden. 

Folgende Nahrungsmittel sollten gemieden werden:

• Ananas

• Kiwi

• Nüsse

• Kürbiskerne

• Tomaten

• Hülsenfrüchte

• Bananen

• Aprikosen

• Blaubeeren

• Kirschen

• Cranbeeries

• Nektarinen

• Sauerkraut

• Spinat

• Emmentaler

• Parmesan

• Camembert

• Alter Gouda

• Roquefort

• Wurst: Salamie, roher Schinken, Wiener Würstchen

• Geräucherter Fisch

• Thunfisch

• Dörrfleisch

• Eier

• Rohes Fleisch, welches nicht sofort eingefroren wurde 



Histaminfreisetzer:

• Erdbeeren

• Kürbis

• Zimt

• Himbeeren

Auch Konservierungsstoffe, Geliermittel und synthetisch hergestellte Vitamine und Mineralstoffe sollten vermieden werden.

Als kleinen Reminder haben wir für dich eine Checkliste erstellt:

Checkliste Histamin